Pfarrblatt der katholischen Kirche im Kanton Zuerich

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HEILIGE DES MONATS APRIL

Katharina von Siena

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Sie ist die Patronin Italiens, eine der bedeutendsten Mystikerinnen des Christentums und seit 1970 wird sie von der katholischen Kirche als Kirchenlehrerin anerkannt und verehrt. Katharina von Siena ist zweifellos eine der wichtigsten und eindrucksvollsten Gestalten der Kirchengeschichte. Geboren wurde sie 1347 als 24. Kind der Familie Benincasa, einer Färberfamilie im toskanischen Siena. Als zwölfjähriges Mädchen widersetzte sie sich einer Zwangsheirat, mit fünfzehn Jahren trat sie dem Laienorden der Dominikaner bei, mit 27 Jahren ging sie freiwillig nach Pisa, um sich dort um die Opfer einer Pestepidemie zu kümmern, wobei sie selbst angesteckt wurde. Katharina war eine Frau mit einem starken Willen, die sich nicht nur radikal für die Armen aufopferte, sondern sich auch als selbstbewusste Frau und Theologin zu Wort meldete. Wenn ihr Unschicklichkeit vorgeworfen wurde, weil sie einem frierenden Bettler ihren Mantel gegeben hatte, dann antwortete sie: „Ich will mich lieber ohne Mantel als ohne Liebe finden lassen.“ Und wenn sie fand, ein Papst gehöre zurechtgewiesen, dann tat sie das auch ohne zu zögern. Gelegenheit, der Kirchenleitung ins Gewissen zu reden, erhielt sie reichlich, denn zu ihrer Zeit machte die katholische Kirche eine schwere Krise durch mit zeitweise bis zu drei Päpsten gleichzeitig, die sich gegenseitig bekämpften. Während dieses so genannten „Abendländischen Schismas“ kam Katharina eine wichtige Vermittlerrolle zu, die sie genauso resolut anpackte wie alles in ihrem Leben. So konnte Katharina auf ihrem Sterbebett zu Recht sagen: „Die einzige Ursache meines Todes ist die Glut für die Kirche, die mich verzehrt.“ Katharina von Siena starb am 29. April 1380 im Alter von 33 Jahren.  

THOMAS BINOTTO

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